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"Yeziden? Habe ich noch nie was von gehört."

"Yeziden? Habe ich noch nie was von gehört."
"Wie sehen denn Ihre Kirchen aus?"
Autor: Karl G. Mund
"Wann hört das endlich auf, dass Ihre Frauen Kopftücher tragen müssen?" meinte eine ältere Dame zu Ilyas Yanc. In dem Moment kommt meine Nachbarin Lina Haji aus Diepholz zum Stand. "Hier kommt eine yezidische Frau", ruft Ilyas: "Sehen Sie ein Kopftuch?" Die Dame schritt wortlos und würdevoll von dannen. Ob sie etwas begriffen hat, entzieht sich unserer Kenntnis.
Unser Stand im "ökumenischen Dorf" dieses 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages war durchaus ein "Hingucker" – dank der großen Fotos von Gisela Prieß, die auch in der Vergrößerung auf 130 x 90 cm noch alle Details zeigten. Wir verteilten ein Faltblatt, auf dem in aller Kürze erklärt wurde, was Yezidentum bedeutet und warum z.B. einige Zehntausend YezidInnen heute in Deutschland leben.
Gleich zu Beginn unserer Aktivität erhielten wir "hohen Besuch" vom Erzbischof Dr. Hanna Aydin der aramäischen Christen in Deutschland, der sichtlich erfreut war, dass nicht nur in Tur Abdin beheimatete Christen auf diesem Kirchentag vertreten waren, sondern erstmalig Yeziden auch aus dieser Region. Es war eine sehr herzliche Begegnung, die auch alle Mitglieder unseres Teams noch richtig motivierte. Im Anschluß versprach Dr. Hanna Aydin die Yeziden in Oldenburg zu besuchen.
In das Programmheft, wo alle am Kirchentag teilnehmenden Gruppierungen vorgestellt wurden, hatten wir geschrieben:
Yeziden, "Adams verlorene Enkelkinder", sahen Noahs Arche landen, Abraham ausziehen aus seinem Land und seiner Verwandtschaft, hörten Jona predigen, Jeremia klagen, begruben Nahum in ihrem Land. Missionierten nie, widerstanden jedem Zwang zum Glaubenswechsel, waren Nachbarn, Freunde und Helfer armenischer und aramäischer Christen in Verfolgungszeiten, fanden mit ihnen Zuflucht in diesem Land.
Damit hatten wir die wesentlichen Berührungspunkte vonYeziden mit der christlichen wie jüdischen Glaubenswelt beschrieben. Im Verlauf mancher Gespräche konnten wir den Kirchentagsbesuchern auch vermitteln, wo sie in ihren Heimatorten oder deren Umgebung Yeziden treffen könnten. Es gab immer wieder BesucherInnen, die sich auf längere Gespräche mit Teammitgliedern einließen und sich in der Regel sehr herzlich für diese ausführlichen Informationen bedankten. Und so manche(r) war auch beeindruckt, dass eine Religionsgemeinschaft über Jahrtausende bestehen konnte, ohne andere Leute zu ihrer Religion bekehren zu wollen.
Aber wir waren auch eingereiht in eine bunte Nachbarschaft. Links von uns hatten koptische Christen ihren Stand, rechts eine Gruppe, die sich dem christlich-islamischen Dialog widmete. Links gegenüber war der Stand der deutschsprachigen evangelischen Kirche in St. Petersburg, wo die aus dem Kaukasus stammenden Teammitglieder dann ausgiebig russisch schwätzen konnten in der Mitte eine ökumenische Gruppe der bremischen Hochschulen und rechts gegenüber eine Initiative für religiöse Toleranz, die wiederum zum Teil aus Mitgliedern der Baha’i Religion bestand. An unserer Rückseite war der Stand einer Gruppe, die Religion und Tanz studierte und vorführte, und die uns zu Beginn gern aushalfen mit Haken zum Aufhängen unserer großen Fotos.
Mitwirkende des Kirchentages: Telim Tolan,Karl G. Mund, Gisela Prieß, Lina Haji, Tamara Kosoeva, Sileman Kaya, Bozo Agirman, Gule Tuku, Hatun Tuku, Tahli Burunacik, Pir Dima, Kazim Oba, Chauki Issa, Dilan Issa und Ilyas Yanc. 
Agahdarî: konfêrans- 2009

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 Wêne: Nigarkêsh Sedat Özgen
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Rêvabirya MALA ÊZDIYAN (Oldênbûrg), di Konfêransa xwe ya sala 2008 a da biryar da, ku salê carekê, li dor dîrok, çand, ol, mêtolojî û pirsgirêkên medenyeta kurdên Êzdî konfêransekê derbazke.
Biryar hate standin, Konfêransa 2009 an, dor wan mêrxaz û rêvabirên Êzdyan bê derxistin, ku di demên dîrokî ê ji bo êzdiyan dijwer da rêvabirî û mêrxwesî kirin e, navê xwe di dîroka êzdîtyêye da nivîsîn e, ji bo parastina vê civak û bawrya kurdewarye emekê nebîrkirîyî mezin da ne, navê wan di nava civakê da bûye kilam û efsene.
Gerekê bê gotin, ku bi menyên eskereye cûrbicûr, ji wan, navê hinekan tên bîrkirin û dor navên hineka jî çîrokên cûrbicûr, li hevketî, bi bûyarên rast û nerast têne gotin.
Xwestina me bi derbaskirina vê Konfêransê ewe, ku guhdarya zane, lêkolînvan û nivîskarên kurd bikşînin li ser vê pirsgirêkê, ku ew bi lêkolînên xweye kûr e giranbiha ronayîke hêja bavêjin ser jîyan wan, kirin û emekê wan bê bîranîn, qimetkirin û şêkirandin, rastya dîrokê bê eşkerekirin.
Komîtêya amadkar, ji bo Konfêransê, lêkolînên dor navên van şexsyetên dîrokî pêşnyar dike:
Mîr Ceferê Dasinî, Hisên begê Dasinî, Ezdî Mîrza Dasinî,Dewrêşê Evdî, Mîr Şhêxubekir, Nemir axayê Dinayî, Mîrzikê Zaza , Şhêx Mîrzayê Anqosî, Elî begê Mezin, Daudê Daud, Hemê Şero, Cangîr Axa, Ûsiv Beg, Hesinê Hewêrî, Şihabê Pol Paşa, Hesen Beg ( Heskîf)
Yên ku bixwezin dor van navan bi lêkolînê xwe beşdarî Konfêransê bibin, karin heta 30 ê gulanê komîtêya amadekar agadarh bikin:
Adrês û hejmarên têlêfonan evin:
Têl. 0049 441 48 50 555
0049 441 48 55 002
Fax. 0049 441 48 50 557
Têl. 0049 441 50 08 817, 017628093933
E-mayil E.Boyik@web.de, info@yeziden.de
RÊVABIRYA MALA ÊZÎDIYAN (Oldenburg), KOMÎTÊYA AMADEKAR
08.05.2009

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